Das Tisch-Planetarium von AstroMedia

Zum Hintergrund


Bei diesem Planetarium von Astromedia handelt es sich um eine Armillarsphaere (auch Weltmaschine genannt), deren Name auf den lateinischen Woertern armilla fuer Armreif und sphaera fuer Kugel beruht und zur Darstellung der Bewegung von Himmleskoerpern aus der Sicht des Beobachters dient. Das Modell kann auch als Himmelsglobus, der auf die astronomisch relevanten Ringe reduziert ist bezeichnet werden.

Geraete dieser Art waren schon vor etwa 2000 Jahren z.B. in China und Griechenland bekannt, primitivere Versionen bereits im alten Babylonien.
Der Standpunkt des virtuellen Beobachters ist der Kugel-Mittelpunkt, in diesem Fall aufgrund der Abbildung des geozentrischen Weltbilds also die Erde.

Mit dem Modell koennen folgende Phaenomene gezeigt werden:
Armillarsphaeren sind auch von symbolischer Bedeutung hinsichtlich des Wissens um den Aufbau der Welt und des Himmels, was sich z.B. in zeitgenoessischen Darstellungen bedeutender Wissenschaftler niederschlaegt, die in Stichen und Gemaelden mit einer Armillarsphaere abgebildet sind. Auch heute noch bedient man sich dieser Symbolik, was entsprechende Instrumente auf der Hamburger Sternwarte oder dem Bremer Rathaus sowie die Flagge Portugals zeigen.

Bilder zur Bauanleitung


Der Text der Bauanleitung beschreibt die einzelnen Schritte praezise, so dass der Bau des Modells problemlos ist. Die folgenden Bilder begleiten den Bau der verklebten Version in veranschaulichender Weise.
Alternativ kann das Modell unter Verwendung Buchschrauben auch zerlegbar gebaut werden, worauf hier aber nicht eingegangen wird.

Als Bauzeit koennen ca. 15 Stunden als realistisch betrachtet werden - sofern das Modell sorgfaeltig gebaut wird und die offenen Kartonkanten sowie die Himmelskoerper sauber eingefaerbt werden. Mit weniger Aufwand duerften 10 Stunden fuer den Bau ausreichend sein.

Im Folgenden wird aufgrund der ausfuehrlichen Bauanleitung auf weitere Prosa verzichtet.


Frisch ausgepackt und das noetige Werk- und Ruestzeug bereit gelegt

Die fuer die Schritte 1-4 benoetigten Teile

Zustand nach Verklebung der Teile gemaess Schritt 1 bis 3

Der NordSued-Staender nach Abschluss von Schritt 4

Die fuer die Schritte 5-8 benoetigten Teile

Zustand nach Verklebung der Teile gemaess Schritt 5 bis 7

Der OstWest-Staender nach Abschluss von Schritt 8

Die beiden gemaess Schritt 9 ineinander gesteckten Staender

Die Teile fuer die Arme der Basis - vier der Teile sind bereits verklebt

Die fast fertige Basis (Schritt 11-13) und die vorbereiteten Fuesse (Schritt 14-15) sowie der zusammengeklebte Horizontstaender (Schritt 16)

Diese Scheiben werden in Schritt 12 benoetigt

Die fuer die Schritte 14 und 15 benoetigten Fussteile.

Die Erstellung der Fuesse wird in Schritt 15 beschrieben.

Die Schritte 17 und 18 erklaeren die Montage der Fuesse und des Staenders auf der Basis.

Basis, Fuesse und Staender nach Abschluss von Schritt 18.

Die fuer den Horizont benoetigten Teile. Die grauen acht Innenteile des Horizonts sind bereits zu einem Ring verklebt.

Der fertiggestellte Horizont nach dem Aufkleben der Unter- und Oberteile.

In Schritt 24 bis 29 werden fuer den Bau des Meridians wie beim Horizont 16 Teile benoetigt.

Der in Schritt 29 in Schichtbauweise erstellte Meridian.

Anprobe des Meridians im Horizont auf dem Staender - der Meridian muss sich ohne grossen Widerstand drehen lassen.

In Schritt 30 und 31 werden die Winkel zur Verbindung von Horizont und Staender aus 16 Teilen hergestellt. Links im Bild befinden sich vier bereits aus zwei Teilen zusammengeklebte Winkel.

Detailansicht der Montage von Horizont, Staender und Verbindungswinkel.

Der in das fertige Horizontgestell eingesetzte Meridian. Es ist ratsam, nun nochmals die Beweglichkeit des Meridians zu pruefen.

Die fuer den Stundenring benoetigten 16 Teile. Acht graue Teile fuer den doppellagigen Innenteil und je vier farbige Teile fuer den Aussenteil des Rings.

Der fertig zusammengesetzte Ring bei der Anprobe im Meridian.

Die in Schritt 39 erfoderlichen Teile zum Bau der Stundenringstuetzen.

Die aus je vier Teilen bestehenden Stundenringstuetzen.

Stundenring und dessen Stuetzen.

Die Stuetzen wurden gemaess Schritt 40 mit dem Stundenring verklebt.

Die fuer den Himmelskugel-Bogen Nr.1 benoetigten Kartonteile.

ACHTUNG: Sollte Ihnen die Bedruckung der hier zu verbauenden Teile merkwuerdig erscheinen...
Bei der ersten Auflage gab es einen Fehler bei der Bedruckung der in diesem Abschnitt zu verbauenden Teile !
Orientieren Sie sich in diesem Fall hier an einer fuer nur die erste Auflage korrigierten Anleitung.




In Schritt 42 wird ein 1,3mm breiter Schlitz gemaess der aufgedruckten Markierung fuer einen Drahtstift angebracht.

Der Himmelskugel-Bogen Nr.1 mit eingesetztem Drahtstift. Zur Befestigung des Drahtstiftes wurde ein 2-Komponenten-Kleber (Stabilit Express) verwendet.


Auf die Dokumentation der Schritte 45 bis 50 wird hier verzichtet, da die Erstellung der weiteren Himmelskugel-Boegen Nr.2 bis Nr.4 identisch zur Erstellung des Bogens Nr.1 ist.




Das noerdliche Lager der Himmelskugel besteht aus 8 Teilen, wovon auf dem Bild bereits 6 miteineander verklebt sind.

Probeweiser Zusammenbau des noerdlichen Lagers zu einem Doppelkreuz mit Anpassung der Lagerscheibe.

Nach Pruefung der Leichtgaengigkeit werden die Teile des Lagers miteinander verklebt. Fuer die Lagerscheibe wurde Sekundenkleber verwendet.

Der Bau des suedlichen Lagers erfolgt analog zu dem des noerdlichen.

Die Ekliptik wird aus vier Ringen erstellt, die beiden Innenteile sind bereits miteinander verklebt.

Vor dem Aufkleben der Aussenteile werden Schlitze fuer die Drahtstifte angebracht.

Die Ekliptik nach Abschluss von Schritt 56.

Die vier Kartonringe der Mondbahn, die im Laufe des Zusammenbaus gemaess der Markierungen beschnitten werden muessen.

An den zu beschneidenden Stellen duerfen die Ringe nicht breiter als 13mm sein - Empfehlung: 12.5mm

16 Teile sind fuer die Mondknoten- und Mondbahnhalter vorgesehen.

Schritt 61 bis 63 beschreibt den Zusammenbau der jeweils vierlagigen Mondknoten- und Mondbahnhalter.

Die entsprechend der Schritte 57 bis 63 gebaute Mondbahn.

Die "Heirat" von Ekliptik und Mondbahn funktioniert ueberraschend problemlos und letztere laesst sich leicht in der Ekliptik drehen.
Das Bild zeigt eine falsch herum eingesetzte Mondbahn - der Fehler wurde beim fotografieren nicht bemerkt und erst spaeter korrigiert.


Die beiden Himmelsachsen-Halterungen bestehen aus insgesamt 16 Teilen, die in Schritt 65 bis 68 gefertigt werden.

Die inneren und aeusseren Achshalterungen vor dem Einsetzen in den Meridian.

Ein Hammer ist beim Einsetzen der inneren Halterungen in den Meridian hilfreich, um ein absolut planes Ergebnis zu erhalten.

Nach dem Einsetzen der inneren Achshalterung wird nur eine der beiden aeusseren Halterungen aufgeklebt - das gilt analog fuer suedliche Halterung wie in Schritt 68 beschrieben.

Die Erdkugel erhaelt keine der vorgeschlagenen Dekorationen...

... ein Globus stand Pate fuer eine Bemalung in Form der Kontinente.

Die Schritte 71 bis 73 beschreiben den Zusammenbau der Zentrums- bzw. Erdkugel und deren Achse sowie die Einpassung dieser Baugruppe in den Meridian. Ferner wird die Achse bemalt.

Der Zusammenbau der Himmelskugel beginnt mit dem Zusammenfuegen von zwei Boegen und den beiden Lagern.

Vor der Montage der weiteren Boegen wird die Ekliptik mit der Mondbahn eingebaut.

Der dritte Bogen der Himmelskugel wird hinzugefuegt.

Der vierte Bogen komplettiert die Himmelskugel.

Der Einbau der Achse mit der Zentrumskugel ist eine Sache von Sekunden.

Auch die Verbindung der Himmelskugel mit dem Meridian gelingt mit wenigen Handgriffen.

Zur Anbringung der beiden letzten Teile in Form der Achshalterungen wird der Meridianring auf den Horizont gelegt.

Abschliessend wird die komplette Baugrupe in das Horizontgestell gesetzt.

Bemalung der Planeten-, Mond- und Sonnenkugeln.

"Sonne, Mond und Sterne..." - an ihren Plaetzen auf der Ekliptik und der Mondbahn.


Das Modell ueberzeugt nicht nur durch seine Konstruktion und Funktionalitaet, es ist obendrein auch wunderbar anzusehen !